Carl Ceiss

TAPETENTRAKTAT

Ein Monolog

Besetzung : 1 H, eine Dekoration
Entstanden : 1988
Rechte : Aufführungsrechte beim SEISMOCORDER VERLAG, Berlin. Frei zur Uraufführung.
Lesung am Wolfgang - Borchert – Theater in Münster, 2000.
Produktion: Sender Freies Berlin, Ursendung der
Hörspielfassung: 12. 6. 1991, ca.: 45 min.
(Regie: B. Plensat, Musik: L. Glandien, Dramaturgie: R. Ahrem; "Stephan Merau": Jürgen Holz)
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Lesung in Münster.

Dies ist die Geschichte des Stephan Merau, der vorsätzlich eine Musterbiographie  gelebt hat und alle Normen der Gesellschaft brav erfüllen möchte. Seine Eltern waren Beamte des Staates, er war Musterschüler, Beststudent, schließlich Diplomingenieur für Mikroelektronik. Der "perfekte" Computer ist sein Vorbild und Ziel. Auch familiär funktioniert zunächst alles: er heiratet eine Frau und "pellt" zwei Kinder aus "dem Ei seines planmäßigen Glücks". Doch durch Zufall gerät er unfreiwillig aus dem sich verordneten Gleichschritt, weicht er von den verinnerlichten Vorsätzen ab. Da er bisher nur nach fremden Maßstäben gelebt hat, wird die plötzliche Begegnung mit sich selbst zur Katastrophe. In mehreren Stadien demontiert sich Stephan Merau zu einem wahnsinnigen Apostel der Anarchie, dringt halluzinierend in unbekannte Räume vor und zerstört am Ende ein ganzes Tapetenlager.

TAPETENTRAKTAT ist nicht nur ein "Blick zurück im Zorn" auf die engen gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR. Die Tapeten – Metapher steht auch für ein Leben in unproduktiven Zwängen der so freien Bundesrepublik.
 


SEISMOCORDER VERLAG, Berlin

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